Der Herr ist mein Licht und mein Heil – vor wem sollte ich mich fürchten?
Der Vorwurf der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Zürich
Gesprächsverweigerung der Reformierten Kirche Zürich
Die reformierte Kirche Zürich weigert sich die Person zu nennen, welche die Vollmacht für die Kanzlei Bratschi unterschrieben hat.
Sie sind nicht bereit, mit mir über diesen Streitfall zu reden und verweisen mich an die Anwaltskanzlei Bratschi. Weitere rechtliche Schritte gegen mich seien bereits an die Kanzlei Bratschi instruiert worden. Das Bezirksgericht Zürich wird sich demnächst um diesen Fall bemühen. Die Kosten dafür zahlt der Steuerzahler der Reformierten Kirche Zürich.
Umlaut-Domain ist frei
Die Domain reformierte-kirche-zürich.ch mit ü ist immer noch frei registrierbar. Ginge es der Reformierten Kirche Zürich tatsächlich um die Domain reformierte-kirche-zuerich.ch, hätte sie schon längst auch die Umlaut-Variante registriert. Es scheint aber so, dass die Kirchgemeinde nur schnelles Geld machen will und über die Anwaltskanzlei Bratschi «Abmahnungen» über Fr. 2’500.- verschicken lässt. Ein lukratives Geschäftsfeld für eine Kirche, die mit Missbrauch und Kirchenaustritten zu kämpfen hat.
Analyse der «Abmahnung» bezüglich Machtmissbrauch
Ein aktueller Brief im Namen der reformierten Kirche Zürich zeigt, wie schnell kirchliche Autorität in Macht und Einschüchterung umschlagen kann. Auf den ersten Blick handelt es sich um ein juristisch korrektes Schreiben, in dem die sofortige Herunternahme und Übertragung einer Domain verlangt wird. Doch zwischen den Zeilen offenbart sich ein Muster, das man aus Berichten über Machtmissbrauch in kirchlichen Strukturen nur allzu gut kennt.
Macht, Kontrolle und Einschüchterung – wenn kirchliche Sprache sich in juristische Drohbriefe verwandelt
Der Ton des Briefes ist eindeutig. Er spricht nicht, er befiehlt. Er droht mit Fristen, Kosten, Sanktionen und rechtlichen Schritten. Der Empfänger wird nicht als Mensch oder Gesprächspartner behandelt, sondern als jemand, der gehorchen soll. Diese Form der Kommunikation ist nicht auf Klärung oder Dialog ausgerichtet, sondern auf Kontrolle. Sie schafft Druck, nicht Verstehen.
Solche Dynamiken sind in kirchlichen Machtstrukturen bekannt. Auch dort begegnen Menschen einer Sprache, die Distanz schafft und Angst erzeugt. Wer Fragen stellt, wird rasch als störend empfunden. Wer Missstände benennt, erlebt, dass nicht das Gesagte geprüft wird, sondern die Person selbst. Das Muster ist immer ähnlich: Die Institution schützt sich, nicht die Beziehung.
Die Reformierte Kirche Zürich stellt Domaininhaber als Täter dar
Im Brief tritt die reformierte Kirche Zürich als verletzte, unschuldige Partei auf. Der Empfänger wird hingegen von Beginn an als Täter dargestellt – ohne Raum für Missverständnisse, ohne Einladung zum Gespräch. Es gibt keine Offenheit, nur Anordnung. Das ist genau jene Haltung, die viele Betroffene von Macht- oder sexuellem Missbrauch in kirchlichen Kontexten beschreiben: Die Kirche sieht sich als Hüterin des Rechts, nicht als Partnerin in einem menschlichen Konflikt.
Die Sprache ist kühl, juristisch, scheinbar objektiv. Doch sie trägt eine moralische Ladung. Begriffe wie «Fake-Webseite», «Täuschung» oder «Betrug» deuten auf eine moralische Verurteilung hin. Damit wird die Macht nicht nur rechtlich, sondern auch moralisch abgesichert. Diese doppelte Legitimation – Recht und Moral zugleich – macht kirchliche Macht besonders stark und schwer hinterfragbar.
Die Reformierte Kirche handelt immer in den gleichen Mustern
In der reformierten Kirche sind in den letzten Jahren mehrere Fälle von Machtmissbrauch bekannt geworden. Immer wieder zeigten sich ähnliche Reaktionsmuster: Druck statt Dialog, juristische Verfahren statt Vermittlung, das Schweigen der Institution statt ehrlicher Auseinandersetzung. Der vorliegende Brief fügt sich nahtlos in dieses Bild ein.
Er ist Ausdruck einer Haltung, die mehr mit Selbsterhalt als mit Vertrauen zu tun hat. Er zeigt, wie eine Institution, die von Freiheit, Gnade und Wahrheit spricht, sich selbst in Strukturen verstrickt, die diese Werte unterlaufen.
Machtmissbrauch beginnt selten mit Gewalt. Er beginnt mit Sprache. Mit dem Tonfall, der keine Antwort erwartet. Mit dem Satz, der keine Frage zulässt. Mit dem Brief, der droht, statt zu fragen.
Die reformierte Kirche steht – wie viele kirchliche Institutionen – vor der Aufgabe, ihre Sprache zu prüfen. Nicht nur die Worte, sondern auch den Geist, der sie trägt. Nur wo Macht geteilt und nicht verteidigt wird, kann Vertrauen entstehen.
Die Alternative zu veralteten Staatskirchen
Freikirchen erleben Aufschwung
Immer mehr Jugendliche und junge Erwachsene wenden sich in der Schweiz Freikirchen zu. Was lange als Sache älterer Generationen galt, erlebt nun eine überraschende Wendung: Die Generation Z entdeckt den Glauben neu – allerdings fernab der traditionellen Kirchen.
Gemeinschaft statt Tradition
Eine aktuelle US-Studie zeigt, dass junge Menschen wieder häufiger den Weg in die Kirche finden. Doch nicht allein der Glaube zieht sie dorthin. Sie suchen Gemeinschaft, Orientierung und Antworten auf Fragen nach Identität, Sinn und innerer Stabilität – Bedürfnisse, die in einer digitalen und oft hektischen Welt immer wichtiger werden.
Auch in der Schweiz zeigt sich dieser Trend deutlich. Freikirchen wie die ref.church verzeichnen einen wachsenden Zulauf junger Besucher. Ihre Angebote sind persönlicher, offener und lebensnah gestaltet. Musik, Austausch und Gemeinschaft stehen im Vordergrund, nicht starre Rituale oder formelle Abläufe. Viele junge Menschen fühlen sich hier ernst genommen und verstanden.
Warum staatliche Kirchen an Bedeutung verlieren
Ganz anders sieht es bei den staatlichen Kirchen aus. Sowohl die katholische wie auch die reformierte Kirche kämpfen seit Jahren mit sinkenden Mitgliederzahlen – besonders unter Jugendlichen. Ein zentraler Grund liegt in der grossen Distanz zwischen den Kirchenleitungen und dem Alltag junger Menschen.
Oft wird von der Kanzel herab gepredigt, statt das Gespräch auf Augenhöhe zu suchen. Vorschriften, moralische Belehrungen und eine festgefahrene Struktur vermitteln ein Gefühl von Strenge und Unnahbarkeit. Viele empfinden diese Form des Glaubens als lebensfern und wenig inspirierend.
Freikirchen sprechen die Sprache der Jugend
Freikirchen hingegen treten moderner und offener auf. Sie arbeiten mit flachen Hierarchien, direkter Kommunikation und einem klaren Gemeinschaftssinn. Auch die sozialen Medien spielen eine wichtige Rolle: So genannte Christfluencer verbreiten ihre Glaubensbotschaften über Plattformen wie Instagram, TikTok oder YouTube. Dadurch wird der Glaube sichtbar, nahbar und emotionaler vermittelt – auch wenn diese Form der Verkündigung teilweise polarisiert.
Der Wunsch nach Sinn und Zugehörigkeit
Eines zeigt sich deutlich: Junge Menschen suchen wieder nach Spiritualität, aber nicht in starren Strukturen. Sie wünschen sich einen Glauben, der zu ihrem Leben passt, ihnen Orientierung gibt und echte Gemeinschaft ermöglicht. Freikirchen füllen genau diese Lücke – und bieten eine spirituelle Heimat, die die traditionellen Kirchen längst verloren haben.